Wieso ist das ganze Digitalisierungsthema nicht richtig greifbar?

Christof Koller

Wenn wir Berichte über Digitalisierung lesen, stellen wir am Ende immer wieder fest, dass nichts konkretes und handfestes rauskommt. Da nehme ich mich mit meinen Blogs auch gar nicht raus. Das hängt sicher damit zusammen, dass Digitalisierung alle Bereiche des Geschäftes betrifft und auch sehr strategische Komponenten hat.

Heute sprechen wir aber nicht über Strategie, Veränderung der Kundenbedürfnisse und Unternehmenskulturen, sondern über ganz konkrete Beispiele wo die technologische Entwicklung, das ist nämlich Digitalisierung, einen unmittelbaren Nutzen für die Kunden, die Mitarbeiter und die Unternehmen bringt.

Wo verschwenden Mitarbeiter viel Zeit?

Informationen Suchen: Studien zeigen, und das können sicher viele Mitarbeiter bestätigen, dass viel Zeit mit dem suchen von Informationen verbracht wird. Seien es Dokumente auf einem Fileserver auf dem die Geschichte des ganzen Unternehmens gespeichert ist. Und viele Dokumente doppelt und dreifach abgelegt werden. Aber auch im E-Mailpostfach wird viel Zeit mit suchen verbracht. Das liegt einerseits daran das die Ablagen oft nicht sehr strukturiert sind, oder die Strukturen von den Mitarbeitern nicht eingehalten werden. Andrerseits sind die Suchmöglichkeiten bei weitem nicht so ausgereift, wie wir das von Google kennen.

Auswertungen erstellen: In den meisten Unternehmen werden zahllose Excel Listen geführt und regelmässig aktualisiert und verteilt. Informationen werden manuell von einem System in ein anderes übertragen und schön dargestellt. Der Zugriff auf solche Informationen ist nicht immer einfach und gerade dann nicht verfügbar oder auffindbar wenn es nötig wäre.

Neukundengewinnung: Wo Neukundengewinnung gemacht wird, geschieht das oft durch Telefonakquise von Verkaufsmitarbeitern oder es wird der Service einer Agentur in Anspruch genommen. Beide Varianten halten einer kritischen Prüfung von Kosten – Nutzen kaum stand. Moderne digitale Tools ermöglichen eine Teilautomatisierung

Teamzusammenarbeit: Wo Teams zusammenarbeiten ist die Kommunikation die kritische Komponente. Sicherstellen, dass alle Informationen bei den entsprechenden Teammitgliedern ankommen, egal ob es interne Mitarbeiter oder externe Partner sind. Eine zentrale Informationsplattform ist selten vorhanden und so werden E-Mails an alle versandt, oder telefonische Absprachen getroffen. Was wieder einen erheblichen Einfluss auf die Produktivität hat und das finden von Informationen erschwert.

Es gibt bestimmt noch zahlreiche weitere Bereiche in denen sich eine genauere Betrachtung lohnen könnte. Und einzeln betrachtet ist der Aufwand für eine massive Verbesserung gar nicht so gross. Auf diese Weise kann Digitalisierung «von unten» durch laufende Anpassung kleiner Bereiche angegangen werden. Mehr dazu auch in diesem Blog: http://www.oyatec.ch/2017/01/30/digitalisierung-unten-beginnen

About Christof Koller

Ich liebe Veränderungen, Neues entdecken und die Faszination von Technologien. Digitalisierung ist aber nicht nur der Einsatz von Technologie. Viel mehr ist das Erfolgsrezept das Zusammenspiel von Technologie und Menschen optimal zu kombinieren. Es ist unglaublich spannend sich mit verschiedensten Geschäftsmodellen zu befassen und sich Gedanken darüber zu machen wie modernste Technologien und die Entwicklung der Digitalisierung sich auf die Geschäftsmodelle unserer Kunden auswirken.

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